Der Modeschmuck und seine interessante Geschichte


Der Modeschmuck und seine interessante Geschichte

Schon von Beginn an schmückten die Menschen ihren Körper. Dabei braucht man nur an die Bemalungen und den aus Federn bestehenden Kopfschmuck der indianischen Kulturen zu denken. Um den Hals getragene Zähne wilder Tiere signalisierten, dass es sich um einen erfolgreichen Jäger handelte. Fürsten und Könige trugen ihren Reichtum mit aufwändigem Zierrat zur Schau. Da muss es nicht wundern, dass so mancher Untertan nicht nur einen bewundernden, sondern auch einen begehrlichen Blick darauf warf.

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Mit dem Modeschmuck wurde es zum Ende des 19. Jahrhunderts jedermann möglich, Schmuck tragen zu können. Glas, Eisen und Bronzelegierungen waren die ersten Materialien, aus denen Modeschmuck hergestellt wurde. Als Pioniere der Bekanntmachung von Modeschmuck erwiesen sich die Modezeitschriften, zu deren ersten Exemplaren der amerikanische „Harper’s Bazar“ und die französische „Vogue“ gehörten. Sie gewährten den Lesern Einblicke in die Schmucktraditionen der Königshäuser. 

Auch die Weltausstellung an der Schwelle zum 20. Jahrhunderts erwies sich als treibende Kraft beim Modeschmuck. Hier wurden Trends gesetzt, die sich sehr schnell weltweit ausbreiteten. Viele Handwerker erkannten, dass man sich mit Modeschmuck neue Absatzmärkte erschließen konnte. Zu einem der wichtigsten Zentren bei der Herstellung von Modeschmuck entwickelte sich die tschechische Stadt Gablonz. 

Vor allem verbreitete sich der Modeschmuck sehr schnell in den Ländern, die selbst nicht über Vorräte an Edelmetallerzen verfügten. Man verschaffte mit geschickt konzipiertem Modeschmuck breiten Teilen der Bevölkerung den Zugang zu preiswerten Schmuckstücken. Einer der bekanntesten Vertreter ist die aus einzelnen Kupferdrahtelementen bestehende Kette, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der ehemaligen DDR angeboten wurde.

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